Kreativität bei der Jobsuche

Nadel im Heuhaufen

Im Rahmen meiner Jobsuche hab ich nun schon ziemlich intensiv das Internet abgegrast. Hier eine Sammlung meiner bisherigen Tätigkeiten, die ich dann auch laufend erweitern werde.

Vielleicht ist das ja eine Anregung für den einen oder anderen von Euch so lange wie die Headhunter Euch nicht gefunden haben und Euch die Bude einrennen.

Aber wie ihr seht, ist das ganze recht aufwändig und kostet schon ziemlich viel Zeit. Aber irgendwie macht es auch Spaß. Schließlich will ich ja den richtigen Job finden, der wieder so viel Spaß – oder besser noch viiiiiiiel – mehr Spaß macht als der vorherige.

Manche schwören auch darauf, Firmen mit Anrufen oder Terminwünschen oder direktem Vorsprechen ohne Termin zu belagern. Aber das ist dann doch nicht so meine Art. Aber wer weiss, kann ja noch kommen.

Allgemeine Tätigkeiten

  • Pflege meines Xing-Profils und Vernetzung mit anderen
  • Suche danach, wie überhaupt die Jobbezeichnung ist
    (In meinem vorherigen Job war ich einfach nur Mitarbeiterin des Software-Teams ohne nähere Jobbezeichnung. Erst durch die Suche weiss ich, dass ich als Business Analyst oder Requirement Engineer tätig war)
  • Teilnahme auf Messen und Veranstaltungen insbesondere an Jobmessen
  • Durchführung eines Englisch-Sprachtests um mein Sprachlevel zu kennen
  • Weiterbildung über Bücher, Moocs und (sehr teuere) Lehrgänge
  • Bloggen um mir von der Seele zu schreiben, was mich bewegt (grins) und damit die Arbeitgeber gleich einen Eindruck von meinem Wesen erhalten können als aus dem Lebenslauf (wenn sie überhaupt so weit lesen). Denn mein Lebenslauf wirkt auf dem Papier nicht wirklich kreativ und modern für die Digitalisierung.

Jobrecherche und Bewerbung

  • Recherchen auf Kununu, Xing, Gründerseiten, hannoverscher Wirtschaftsförderung, NewWork-Seiten nach interessanten Arbeitgebern
  • Recherche in diversen Jobportalen mit verschiedenen, vorher definierten Stichworten
  • Bewerbung auf eine bestimmte Stelle beim Arbeitgeber
    (Also mehrere natürlich. Meine „Hass“-Frage war immer die nach meinem gewünschten Jahresgehalt. Ich wollte weder gleich ohne Gespräch aussortiert werden, noch zu wenig verdienen.)
  • Bewerbung auf eine bestimmte Stelle bei einer Vermittlungsagentur
    (Dazu kommt später noch ein  Erfahrungsbericht.)
  • Anruf beim in der Stellenausschreibung angegebenen Ansprechpartner
    (Kleine Firmen halten scheinbar nichts von Erreichbarkeit und Rückrufen. Da lobe ich mir doch so schöne Selbstverständlichkeiten wie Telefon umstellen oder mal ran gehen, wenn es jemand vergessen hat, das Telefon umzustellen).
  • Veröffentlichung der Unterlagen bei der Arbeitsagentur(Da kann man eine anonyme Bewerbung veröffentlichen mit Lebenslauf und Zertifikaten. Die soll dann von Mitarbeiter der Arbeitsagentur ggf. herangezogen werden, wenn geeignete Stellen eingehen. Reaktion = 0).

Meine weitere Planung

Als nächstes stehen  Initiativbewerbung an sowie mehr Anrufe bei den Stellenverantwortlichen.
Außerdem werd ich mir die Füße auf der Cebit platt laufen und am IT-Jobtag von Heise teilnehmen. Bei den vielen Bewerbungen, die die kriegen, hoffe ich, dass ich persönlich einen guten Eindruck hinterlassen kann und so auch ein direktes Feedback zu meinen Fähigkeiten und meinen Werdegang kriege.

Und ich will nochmal recherchieren, in Bereich ich eigentlich mit meiner Arbeit unterstützen möchte. Da ich so ziemlich alle Themen spannend finde, in die ich tiefer rein gucken und Zusammenhänge oder Optimierungspotential erkennen kann, bin ich da nicht fest gelegt. Aber gut wäre es bestimmt, wenn ich mich mal auf ein paar Bereiche einschieße und da dann noch gezielter Suche. Bislang hab ich meist Stellen im Bereich von Banken, Versicherungen und der Automobilbranche gefunden.

Außerdem plane ich gerade ein Webprojekt nach Scrum, was ich ggf. auch umsetzen werde. Wichtig ist mir aber einfach, Erfahrungen beim Planen nach Scrum zu sammeln, mich in die verschiedenen „Personas“ und ihre Bedürfnisse hinein zu versetzen. Ergebnis sollte dann etwas sein, was ich als „Arbeitsprobe“ abliefern kann.

Und ich will meine Blogtexte als Podcast sprechen und aufnehmen, denn auch das macht mir sehr viel Spaß.

Ach und wer jetzt denkt „Furchtbar, die will ja so viel und spezialisiert sich nicht auf ein Ding, so kann das ja nichts werden“, sollte sich vielleicht mal mit dem Buch „Du brauchst Dich nicht entscheiden, wenn Du 1000 Träume hast“ von Barbara Sher beschäftigen. Da geht es um so Leute wie mich, die an so vielen im Leben Spaß haben und Begeisterung finden. Und wir werden immer mehr. Und ich bin stolz drauf, so zu sein.

P.S. Nach meinen vielfältigen Erfahrungen im Bereich der Jobsuche hab ich schon echt überlegt, ob ich den IT-Bereich verlasse und eher im Bereich Personal-Recruiting  oder Talentförderung einsteigen sollte.  Ich hab sicherlich einige gute Ideen  und auch die Liebe dazu, Menschen zu fördern und ihnen zu helfen. Außerdem habe auch manchmal gesehen, wie man es nicht machen sollte, wenn man auf der anderen Seite sitzt. Naja, wer weiss was es dann am Ende wirklich wird. Ich bin flexibel.

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