eLearning – den Sommer dafür nutzen

eLearning mit Katze

„eLearning, den Sommer dafür nutzen? Ja wer will denn schon im Sommer lernen? Neee, ich nicht. Da geh ich lieber raus“. So mag der eine oder andere denken. Aber vielleicht geht ja auch beides – sogar mit Katze um sich rum.

Ich  finde, der Sommer eignet sich gut für das eLearning, besonders, wenn man gemütlich mit seinem Notebook draussen auf Terrasse oder Balkon sitzen und lernen kann. Klar ist eLearning auch was für den kalten, dunklen Winter. Aber meist sind wir da nicht soooo energiegeladen wie im Sommer. Also ran ans Lernen. Kurse gibt es genug und in hoher Qualität und viele davon kostenlos.

Mir macht es auf jeden Fall Spaß. Und wenn man

  •  es sich gut einrichtet  (guter Sitz vor allem am meist zu niedrigen Gartentisch, was zu Trinken und etwas Obst in der Nähe)
  • strukturiert plant und
  • die richtigen Tools zur Unterstützung hat,

dann kann Lernen echt Spaß machen. Und darum geht es auch in diesem Blogartikel.

eLearningplatz im Garten

Verschiedene Plattformen und Arten

Es gibt diverse Plattformen, die diese kostenlosen Online-Kurse anbieten. Ich selber bin auf iversity, OpenHpi, Open2Study, edX und OpenSAP unterwegs (oder hab ich noch einen vergessen, hm???). Ich seht schon, das ist schon eine ganze Menge an Plattformen und potentiellen Kursen.

Die Plattformen unterscheiden sich vom Aufbau, den Kursinhalten und in der Sprache.

Hier kurz ein paar der Unterschiede:

  •  nur Kurse auf Englisch oder  auch Kurse auf Deutsch
  • nach jedem Kapitel ein Quiz mit Verständnisfragen
  • Hausaufgaben, die man einreicht bzw. im Forum vorstellt oder sogar von einer Peer-Group bewerten lässt.
  • Zertifikat zukaufbar, was belegt, dass man den Kurs gemacht hat
  • Script (also der gesamte gesprochene Text) läuft neben dem Video mit oder steht als Datei zur Verfügung
  • Videos oder Folien oder gesamter Kurs downloadbar
  • Austausch mit anderen Lernenden möglich oder sogar notwendig.

Ich will in diesem Blogpost aber nicht detailliert auf die einzelnen Plattformen eingehen sondern eher über meine Erfahrungen und Vorgehensweisen berichten.

eLearning – verzetteln oder strukturiert angehen?

„Es gibt soooo viele interessante Themen. Wie soll ich mich da auf ein Thema festlegen, Himmel? Und dann noch die Aufgaben ausarbeiten?“

So fing es an. Also hab ich die Videos für einen Kurs angefangen – so vielleicht ne Stunde – und dann packte mich mein Leben und ich hab den Kurs vergessen. Zum Glück gibt es ab und zu Mails von den Anbietern in denen sie mitteilen, dass die neue Woche angefangen hat oder für andere Kurse werben. „Uuups, den Kurs hab ich ja völlig vergessen.“ Ok, wieder anmelden und weiter.

Dann Kurse, die erst später stattfinden. Hab mich schön eingeschrieben, den Kurs dann aber auch wieder vergessen. So ein Kalendereintrag wäre gut gewesen, aber die Infos im Internet sind ja soooo flüchtig. Schnell mal angemeldet und dann übersehen. Ähem, doof, ich weiss.

Dann gab es Kurse, die waren so cool. Aber nach langem Schauen geht mir irgendwann die Puste aus. Und englische Kurse fordern mein Gehirn mehr als deutsche. Wobei manche englischen Kurs gruselig sind. Besonders die von Nicht-Muttersprachlern, die sich mit der Aussprache einen Abwürgen. Besonders das deutsch-englisch oder indisch-englisch macht das Lernen – mir zumindest – nicht gerade leicht. „Hoffentlich schaffe ich den Kurs bevor er vorbei ist und sie ihn ggf. löschen.“.

Anfangs habe ich die Kurse nur konsumiert, d.h. geguckt, Unterlagen angesehen, Quiz gemacht aber nie bei den Hausaufgaben mitgemacht. Naja, manchmal geht das auch nicht. Wenn ich kein Social Entrepreneurprojekt konkret vorhabe, dann plane ich auch nicht aus Spaß eines nur für den Kurs.

Dann kam der kostenpflichtige Weiterbildungskurs bei Karrieretutor mit den anschließenden drei Zertifizierungen zum Professional Scrum Master,  Prince2 Foundation und Prince2 Practitioner. Da sah die Sache schon anders aus. Alle anderen Kurse hab ich natürlich weg  gelassen und die Planung ging los.

Meine eLearning-Planung

Bei der Planung und Bearbeitung der eLearnings haben mir vor allem drei Tools geholfen.

Trello

Trello ist über www.trello. com aufrufbar und kostenlos nutzbar. Das ist ein sogenannten Kanban-Board in dem Du Spalten anlegen kannst. Unter den Spalten kannst Du dann die einzelnen Kurse als Karte hinterlegen und in dem Kurs dann noch ToDos, den Link, Hinweise etc. Du kannst den ganzen Plan oder einzelne Karten sogar mit anderen Teilen, falls ihr zusammen so einen Kurs macht. Und dann kannst Du die Karte per Drag and Drop in eine andere Spalte verschieben (Besonders toll ist die „Erledigt-Spalte“.

Da habe ich alle Kurse mit Plattform und Startbeginn und ToDos eingetragen. So kann ich keinen Kurs vergessen und hab egal an welchem Gerät (gibt es auch als App fürs Smartphone) meine Daten dabei.

Und so sehe ich auch gleich, wo ich stehen geblieben war mit meinen ToDos. Wie weit man im Kurs selber gekommen ist, sehe ich ja direkt im Kurs.

eLearningplanung über Trello

 

 

 

 

 

 

 

 

OneNote

OneNote ist eine kostenlose Cloudanwendung von Microsoft und über https://www.onenote.com/ aufrufbar. Man kann sie sich auf den Rechner runter laden, die Daten werden aber in der Cloud gespeichert, so dass sie wieder an jedem Endgerät aufrufbar sind. Ein ähnliches Tool ist – soweit ich weiss – Evernote. Ich nutze aber dieses.

Man kann in diesem Programm diverse Notizbücher anlegen (hier im Bild ein Ausschnitt von meinem Notizbuch Weiterbildung). In jedem Notizbuch kann man verschiedene Karteireiter anlegen und in den Reitern dann einzelne Seiten  (Übersicht rechts) mit den Inhalten.

Und wenn man mal nicht mehr weiss, welches Thema man wo gespeichert hat, dann hilft auch die Suche.

OneNotes

 

 

 

 

 

 

 

 

Auf so einer Seite kann man natürlich eigene Texte schreiben, aber auch Texte und Bilder rein kopieren und so eine schöne, weitergehende Informationssammlung aufbauen. Natürlich hätte ich auch hier alle Kurse planen können mit ToDos und Zeiten, aber dafür nutze ich ja Trello. Schließlich gefällt es mir zu gut mit der graphischen Oberfläche. Und Aufgaben abzuhaken oder auf Erledigt zu schieben ist immer noch eine große Freude.

Das Schöne ist, dass die Quelle gleich mit dazu angegeben wird wenn man denInhalt einer Webseite rein kopiert.  So muss man  die nicht noch extra rein kopieren.

So kann man ergänzende Inhalte zu den gelernten Themen oder Links zu downgeloadeten pdfs oder anderen Seiten dort ablegen.

Ganz praktisch finde ich auch, dass es in die Druckfunktion integriert ist. Wenn ich auf einer Seite bin und diese in OneNote ablegen will, gehe ich auf „Drucken“ und dann erscheint „Senden an OneNote“ und die Seite wird dort als Seite abgelegt. Das war besonders sinnvoll bei den Ergebnissen von ellenlangen Probeprüfungen, wo ich später noch mal auf die Fragen und Antworten schauen wollte.

Pomodoro – Stoppuhr mit Pausen

Wenn ich mal auf Informationsaufnahme geschaltet habe, kann es leider passieren, dass ich stundenlang unbeweglich vorm Rechner sitzen und lese und schaue und lese und schaue und dabei meine Grundbedürfnisse (Essen, Trinken, Tö, Bewegung) vergesse. Daher habe ich zum Lernen   eine Pomodoro-App runter geladen. Eine normale Stoppuhr tut es aber auch.

Die Pomodoro-Uhr lässt sich auf z.B. 4 Zeitslots einstellen, sagen wir jeweils 45 Minuten. Danach klingelt sie und die einstellbare Pausenzeit läuft – sagen wir 10 Minuten. Dann kann man noch einstellen, nach welcher Phase eine längere Pause – z.B. 45 Minuten – erfolgen soll.

Das hat mir wirklich weitergeholfen – besonders an Tagen wo ich so gar keine Lust hatte und mir alles so elendig lang vorkam. Aber 45 Minuten, hach, das schaff ich doch mit links. Und in der Pause hab ich mich echt gefreut, mir schnell nen Tee oder Kaffee zu kochen, mal kurz raus zu gehen, ein paar Dehnübungen zu machen. Und dann wieder frisch ans Werk.  Hier  ein Artikel zu den Vorteilen der Pomodoro-Technik.

Und zu Guter Letzt

Nachdem ich nun schon fast zwei Stunden an diesem Blogartikel sitze, macht sich mein Rücken bemerkbar. Sprich, ich ende jetzt und hab auch eigentlich alles gesagt, was ich sagen wollte.

Habt Ihr Tipps zum optimalen eLearning? Schreibt es mir doch gerne in die Kommentare.

Eure Monika

P.S.

Weitere Blogartikel von mir zum Thema Moocs (also eLearning 🙂 ) findet Ihr unter dem Stichwort „Moocs“.

Dies ist ein Beitrag für die Blogparade von Arise Coaching. Ich bin gespannt, wieviel Leute die Teilnahme auf meinen Blog lockt und ob sie bleiben oder was kommentieren.

One thought on “eLearning – den Sommer dafür nutzen

  1. Hallo Monika,
    meine Güte, so ein laanger Artikel mit soooo vielen Inhalten und Hinweisen… Du scheinst sehr viel aus E-Learning Szenarien für dich herausziehen zu können. 🙂

    Den Link zur Pomodore Technik muss ich mir mal in Ruhe anschauen. Ich kann es jedoch gut nachvollziehen, wenn ich mal an etwas dran sitze, dann sind auch ruck-zuck zwei Stunden vorbeit … und ich sollte mich mal wieder bewegen
    U. a. aus diesem Grund habe ich nun einen Hund, der muss auch mal raus und will gekuschelt werden und kommt dann vorbei und unterbricht mich.
    Danke für deine Teilnahme an meiner Blogparade.

    Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg beim Bloggen und im E-Learning.

    Herzliche Grüße
    Anja

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