Wieso Du nur mit ehrlichem Marketing weiter kommst

Ruf mich an

Nachdem mein letzter Post auch schon zum Thema Marketing war, geht es jetzt weiter mit dem Thema. Denn manchmal ärgere ich mich echt über sehr plump gemachtes Marketing, welches so per eMail rein flattert und frage mich immer wieder, was das soll und wer da drauf reinfällt.

Ein paar schlechte Beispiele

Anbei ein paar – aus meiner Sicht – schlechte Beispiele, damit ihr wisst, was ich meine.

Penetrante und aufdringliche Werbung

Ihr kennt sie bestimmt, diese aufdringliche Werbung in schreienden Farben, möglichst mit gelb unterstrichenen Texten, Blinkeblinke, einem Countdown und so weiter. Derselbe Anbieter, der schon dieses aufdringliche Webinar aus meinem letzten Post gehalten hat, hat jetzt für mich den Vogel abgeschossen und mich zu diesem Post inspiriert.

Nach dem Webinar hörte der Mailsegen natürlich nicht auf. Dann kam eine Mail, in dem ein Online-Seminar oder Kongress angepriesen wurde. Der Titel lautete ungefähr „Wie Du in 18 Monaten 1 Millionen Euro verdienst“. Allein der Titel ist schon krass und catched mich so gar nicht sondern aktiviert meinen Fluchtimpuls.

Die Mail fing damit an, dass er nur für uns einen mega Deal gemacht hätte und wir den Kurs kostenlos statt für um die 100 Euro kriegen, wenn wir uns bis Tag X. anmeldeten. Komisch nur, dass dasselbe auch auf der Webseite stand (die ich natürlich über Google und nicht über seinen Link gesucht hatte). Jeder bekommt den Kurs bis 5 Tage nach dem Termin kostenlos und erst danach kostet es was. So viel zum mega Deal.

Das war aber noch nicht alles. Die Mail war ziemlich lang und enthielt mindestens sieben Mal die Aufforderung, ich solle mich doch jetzt endlich für den Kurs anmelden. Der Link war dann jedesmal in einer anderen Farbe. So was dreistes hab ich echt noch nie gesehen und ich frage mich, welches Menschenbild dahinter steckt. Und allein diese Art der Werbung und natürlich der Titel haben mich davon abgehalten, da mit zu machen. Da waren ein paar interessante Sprecher dabei und ich habe mich gefragt, ob die wissen, mit was für einem schrecklichen Marketing für sie geworben wird. Schließlich fallen solche Methoden auch auf sie zurück – so meine Meinung dazu.

Zu allem Überfluss wurde unten beim Abmeldelink vom Newsletter dann noch „gewarnt“, dass man die Abmahnung nicht rückgängig machen könne. Das klang für mich in dem Kontext schon fast ein wenig bedrohlich und ich wage zu bezweifeln, dass die eMail-Adresse dann auch wirklich für ein neues Abo gesperrt ist.

Mich treibt so etwas in die Flucht. Und Euch?

Mega freundliche Mails mit „besonderen Angeboten“

Dann gibt es noch so mega freundliche Mails wo jede Mail eine „jippi“- und „hurra-„und „ist das Leben nicht toll“ Stimmung versprüht. Grundsätzlich schonmal nett.

Aber dann wurde es für mich komisch. Erst kam eine Mail, dass für ihren Kurs nur noch fünf Plätze frei seien.

Zwei Tage später, huiiii, toll, jetzt ist es nur noch einer. Sie sei gespannt, wer den letzten Platz kriegt. Ob ich das wohl sei?

Wieder zwei Tage später dann die Mail, ich sei was Besonderes (Komisch, kennen wir uns? Und bin nur ich in Deinem Verteiler?) und deswegen kriege ich auch ein Sonderangebot und sie hätte noch einen Platz für mich frei gemacht. Hm, war der Kurs nicht gerade noch ausgebucht?

Ihr seht, so schräg können solche nett gemeinten Mails ankommen. Also achtet da ein wenig drauf, wenn ihr etwas schreibt. Die Leser merken sich auch den Zusammenhang verschiedener Mails.

Gutes Online-Marketing

„Ja, aber wie mache ich es dann besser, fragst Du Dich vielleicht?“.

Aus meiner Sicht spürt der Leser, ob Du Deine Texte mit echter Begeisterung schreibst oder nur um Geld zu verdienen und Kunden zu gewinnen oder „weil man das halt so macht“. Von daher solltest Du Dir genau überlegen, was Du machst.

Ich selber bin kein Freund davon, ausgetretenen Pfaden nachzutapsen und genau das zu machen, was andere schon 1000mal vorher gemacht haben. Inspiration holen, ja. Aber dann braucht es auch eigene Ideen, ein rein spüren in die Bedürfnisse Deiner Leser und potentieller Kunden.

Schau Dir beispielsweise bei anderen an, was Dir gut gefällt, was Dich persönlich anspricht und warum es Dich anspricht. Sind es nette Worte? Sind es die Bilder oder Videos? Kannst Du ganz einfach einen Kurs buchen anstatt dafür ne Mail schicken zu müssen und dann manuell zu überweisen? Schau, was Du aus Deinen Erkenntnissen mitnehmen kannst.

Mittlerweile ist es sehr wichtig, eine Beziehung zu seinen Kunden aufzubauen (Beziehungsmarketing) und sich als Persönlichkeit zu zeigen. Gib was von Dir Preis, erlaube eine Kommunikation mit Dir z.B. über Kommentare oder eine Facebookgruppe und beantworte diese zeitnah und freundlich. Oder nutze z.B. auf Facebook die live-Videofunktion mit denen Deine Leute Dich sehen und gleichzeitig darauf reagieren können.

Überlege Dir, was Dir und Deinen Kunden an Werbung und Aktionen gefallen würde und biete das an. Nutze Bilder, Sprichwörter, Storytelling, schreibe was Persönliches – was auch immer sich gut für Dich anfühlt. Oder – wenn Du gerne sprichst und Spaß daran hast – starte einen Podcast mit Themen, die Dich bewegen. Über die Stimme kann ein viel besserer Kontakt aufgebaut werden als nur per Mail.

Zeige den Menschen, dass Du für sie da bist und sie verstehst. Es gibt genug gute Beispiele im Netz. Schau Dich um und lass Dich inspirieren.

Aber schreibe bitte keine hilflosen Werbemails bei denen man vom Inhalt her denkt, Du stehst kurz vor der Pleite und brauchst dringend Kunden. Schreib Deine Texte locker und entspannt und positiv. Und wenn Du meinst, Du kannst so was nicht, dann hol Dir Hilfe von einem Texter, z.B. über content.de.

Und wenn Deine Zielgruppe nicht so online-affin ist, dann versuche nicht, über diverse Online-Tools aktiv zu werden wie Facebook-Ads, Webinare, Online-Kurse und Co. Dann such Dir einen anderen Weg, der für Deine Zielgruppe passt und „quäl“ Dich selber nicht durch die Technik.

Es gibt einige gute Leute mit viel Begeisterung und Inhalten, die technisch nicht sonderlich begabt sind und sich durch die Tools quälen, weil sie glauben, sie müssten jetzt auch so was anbieten und dabei ausbrennen bzw. ihre eigentliche Kompetenz hinten runter fallen lassen. Wenn Du wirklich online was machen willst, mit der Technik aber auf dem Kriegspfad bist, dann hol Dir Hilfe. Es gibt genug Menschen, die das beherrschen und Dir dabei helfen können. So findest Du z.B. Hilfe über Anbieter für virtuelle Assistenz wie www.my-vpa.com.

Nimm Dir Zeit, Dir Deine Strategie zu überlegen. Gehe in Dich. Dein Bekanntheitsgrad muss langsam aufgebaut werden. Und wenn Deine Mails oder Blogartikel oder Posts nett sind und die Menschen ansprechen, dann werden sie sich auch Schritt für Schritt verbreiten. Dazu braucht es manchmal ein wenig Geduld und einen langen Atem.

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Tipp:

Aktuell gibt es ziemlich viele interessante Podcasts oder Webseiten, über die Du Dich inspirieren lassen kannst. Du findest sie z.B. über iTunes oder auf dem Handy über die App Podcast Addict oder direkt im Web. Da findest Du ziemlich coole Tipps rund um Social Entrepreneurship und Online-Marketing sowie Tools.

Beispielsweise den http://solopreneursmoshpit.de von Gordon Schönwälder, der auch noch gleichzeitig unter http://podcast-helden.de einen Podcast zum Podcasten betreibt. Allein über seine beiden Seiten gibt es schon so viele Tipps und in den „Shownotes“ – also den Notizen unter der Podcast-Episode – so viele Links auf andere interessante Quellen, dass Du hier bestimmt Inspiration findest.

Und Gorden vertritt ganz besonders die Inhalte, ich ich hier angerissen habe, nämlich: Zeige was von Dir, sei hilfsbereit und authentisch – auch in Deinem Marketing.

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